Fehlende Zuversicht
“Es wird alles gut." - Du kennst den Satz. Du glaubst ihn nicht.
Ja, das kenne ich auch, es ist ein Teil meiner Geschichte. Und: Es ist nicht das Problem, dass Du “Alles wird gut” gerade nicht denken und fühlen kannst.
Meine Erfahrung sagt: Du musst nicht gegen Deine innere Wahrheit gehen und nicht noch mehr positive Affirmationen sprechen und mehr Dankbarkeit praktizieren.
Was, wenn ein Teil in Dir so verwundet wurde, dass es nicht mehr gut werden kann? Wenn das “gut werden” sich wie ein Verrat an dem Geschehenen und Erlebten anfühlt?
Oder, was wenn die Menschen, die Dich groß gezogen haben, selbst diesen Satz nicht glaubten und sie Deinen inneren Glauben in eine Richtung gelenkt haben?
Meiner Erfahrung ist es ein Schlüssel, dem Teil in Dir, der den Satz nicht glauben kann, glauben zu schenken und ihm zu lauschen. Er hat sicher Wichtiges zu berichten.
Unfreiheit und Kraftlosigkeit
Kraftlosigkeit und das Gefühl der Unfreiheit kommen häufig im Gespann.
Ich weiß: Du bist keine Anfängerin. Du bist schon länger auf dem Weg. Du hast schon viel ausprobiert. Du weißt, was für Dich funktioniert hat und was nicht. Und gerade bist Du müde. Du willst endlich ankommen.
- Das Ziel, anzukommen, kennt vermutlich jeder Mensch. Und alle, die sagen: “Du musst im Hier und Jetzt leben” - die können Dich mal gern haben. -
Aber nun auf den Punkt gebracht: Wir geben Kraft, Zeit und Energie in Lebensphasen, in unsere Familie, unsere Arbeit, unsere Gesundheit – und brauchen Pause. Da ploppt der Wunsch nach Ankommen auf. Denn Ankommen ist mit Ruhe und Pause und Energieauftanken verknüpft.
Aber Energie füllt sich ohne Pause und ohne Freude nicht alleine auf. Schon gar nicht, wenn man alle Akkus aufgebraucht hat. Dann ist man im letzten aller Akkuvarianten, dem Überlebensakku, und der ist nur noch für den Überlebensmodus da. Du hast gar keine Kraft und Energie mehr. Die Energie wird gebraucht, um zu überleben, statt zu leben und das Leben zu gestalten.
Weißt Du, dass Du bislang keine Wahl hattest? Du dachtest Du hättest sie. Hattest Du aber nicht. Und jetzt: Jetzt kannst Du erstmal ausatmen.
Ich sage Dir: "Es gibt Dinge, die sind größer als wir. Es gibt Dinge, auf die wir keinen Einfluss haben, aber Einfluss ausüben wollen und Energie dabei verlieren.
Es gibt viele verschiedenen Gründe, warum Du keine Wahl hattest.
Einer davon kann sein, dass Du Dich (und Dein Körper und Dein Nervensystem) nach einer Pause sehnst, Dir Pause aber unterbewusst Stress macht und Du nur wertvoll und richtig bist, wenn Du weiter arbeitest. Dann hast Du keine Wahl. Denn Deine Bindung und Dein Überleben stehen quasi immer auf dem Spiel.
Stattdessen arbeitest Du weiter und noch mehr an Dir. Du meditierst und machst Yoga, Du bewegst Dich, Du schreibst Tagebuch und reflektierst Dich, Du tust Dir 1 x am Tag was Gutes.
Du denkst: “Mano, ich mach doch schon alles was gerade geht.” Und trotzdem fühlst Du Dich müde und erschöpft und unfrei.
An diesem Punkt anzukommen ist wichtig, denn es gilt zu realisieren:
Du hast nicht alles in der Hand und doch kannst Du auf vieles Einfluss nehmen. Hier gilt es den Unterschied herauszufinden und mehr Kapazität zu schaffen, Dinge (an Gott, das Göttliche, das Universum) hinzugeben und nach einiger Zeit die Dinge wieder aktiv anzugehen.
Aber zu allererst gilt es, wieder Kraft zu tanken. Und hier weißt Dir Dein Körper und Deine innere Weisheit sowie die Freude den Weg.
Freiheitswunsch (und gleichzeitig ist da Angst)
Wenn Du mit mir in Resonanz gehst, ist Freiheit ein großes Thema für Dich. Dein innerer Kompass ist die Freiheit.
UND gleichzeitig gibt es da so viel Angst vor Veränderung, vor dem Tod, vor Verlust, vor Konflikten, vor möglichen Konsequenzen die aus den eigenen Wünschen und Bedürfnissen heraus entstehen.
UND gleichzeitig fühlst du immer wieder den tiefen und steten Wunsch nach freiem Handeln, freien Gefühlen, freien Räumen und freier Bewegung.
Alles ist gleichzeitig da, “zum verrückt werden”.
Die gute Nachricht: Eigentlich sind wir frei. Du, Ich.
Allerdings “nur” eigentlich. Wir wären frei, wenn wir alles Mensch sein mit dem Denken und den Gefühlen weglassen. Aber da wir nunmal Menschen sind, existiert das Gefängnis im Kopf, im Körper und im Energiefeld.
Wenn wir zu 100 % sicher wüssten, dass uns nichts zustoßen würde und sich alte schmerzhafte Erfahrungen nicht wiederholen, dann würden wir die Veränderung hin zur Freiheit wählen.
Aber, so läuft es nunmal nicht.
Meine Erfahrung ist, das es möglich ist, sich freier zu fühlen und befreiter zu leben. Dazu gehört, dass Du immer mehr zum sicheren Hafen Deiner Selbst werden kannst.
Du kannst Dir zuhören, Dich und Deine Wünsche und Bedürfnisse ernst nehmen, Dir Aufmerksamkeit und Zeit schenken, Grenzen setzen und halten, Dir wieder glauben, Dir wieder Vertrauen, Deine Körperbotschaften verstehen lernen und jede Menge kleine Schritte hin zur Veränderung gehen.
Das alles sind die kleinen, wichtigen Wegpunkte auf dem Weg in die Freiheit.
Widerstand - ein Gefühl was nicht trügt
Du bist im Widerstand.
Du kennst diesen Zustand gut.
“No Problem", sage ich.
Und Du denkst “Was? Kein Problem?"
Viele sagen doch, “Du musst es (den Widerstand oder das Thema was den Widerstand erzeugt) annehmen. Du musst es transformieren. Du sollst durch den Widerstand gehen”. Und so weiter und sofort.
Lauter schlaue Sätze. Schon allein das erzeugt bei mir immer noch großen Widerstand. Und der ist an der Stelle so wertvoll und hilfreich. Denn woher will jemand wissen, was richtig ist.
Ich habe die Rat-Schläge zur Genüge gehört. Ich habe mir sogar mal den Namen “Königin des Widerstandes” gegeben, weil die Widerstände so präsent in meinem Leben waren. Was soll Dir das sagen? Ich kenne mich mit eigenen Widerständen aus. Und deshalb sage ich Dir: “Der Widerstand ist nicht das Problem. Du bist nicht das Problem. Der Widerstand hat eine wichtige Botschaft."
Heute sind meine Widerstände wichtige Wegweiser für “Gefahrenstellen auf der inneren Landkarte” und für Grenzen, die gehalten werden wollen. Denn, der Widerstand ist nicht ohne Grund da und er hat eine wichtige Funktion. Meine Erfahrung ist: Der Widerstand braucht Zuwendung und nicht das “Geh weg.”
Nicht wegatmen, wegignorieren, nicht wegschicken.
Kennst Du die Gründe für Deinen Widerstand? Kennst Du seine Funktion?
Wenn Du das entschlüsselst, bleibt am Schluss “Danke, Widerstand” und Du kannst dabei zuschauen was passiert.